Tagesfahrt des Heimatvereins in die Elbmetropole Hamburg

Der Heimat- und Verkehrsverein Ankum verbrachte bei herrlichem Sonnenwetter einen sehr interessanten und informativen Tag in Hamburg. Unter Leitung von Georg Hummert traten 48 Personen die Fahrt an.

In Hamburg angekommen führte der Weg uns über die 53m hohe und 3,6 km lange Köhlbrandbrücke in den Freihafen. Von hier oben hatten wir ein großartiges Panorama über die Stadt Hamburg und den Freihafen. Wir sahen den riesigen Containerhafen, erblickten neben dem Fernmeldeturm, der 297m hoch ist, auch das Wahrzeichen Hamburgs, den Hamburger Michel mit seinem 132 m hohen Kirchturm. Rechts daneben leuchtete im Licht der Sonne das neue Wahrzeichen Hamburgs - die Elbphilharmonie. Vom Anblick dieses gewaltigen Panoramas waren alle überwältigt. Durch die Speicherstadt führte uns der Weg in die Hafen City. Erstes Highlight war der Besuch der im Jahr 2016 fertig gestellten Elbphilharmonie. Wir fuhren mit der 82 Meter langen Rolltreppe bis zur Plaza, der Aussichtsplattform der Elbphilharmonie hoch. Hier auf 37 Meter Höhe konnten wir einen tollen Rundumblick auf Stadt und Hafen genießen.

Danach ging es weiter zum Airbus Werk.

 

Südlich der Elbe vor den Toren der Stadt liegt das Airbus-Werk in Hamburg-Finkenwerder.

An diesem Produktionsstandort des über halb Europa verteilten Konzerns (Frankreich, Großbritannien und Spanien) entstehen in riesigen Hallen hochmoderne Passagierflugzeuge.

Seit den 1970 er Jahren ist Finkenwerder zu einem der bekanntesten Luftfahrtzentren der Welt geworden. Mit dem Bus fuhren wir auf das Werksgelände.

Bei einer 2 ½ stündigen Werksführung über das 360 Hektar große Montagewerk mit eigener Start- und Landebahn und den riesigen Fertigungshallen erhielten wir reichlich Informationen über das zweitgrößte Unternehmen Hamburgs mit 17.000 Beschäftigten.

Die Großraumflugzeuge sind faszinierende technische Meisterwerke, die aus Millionen Einzelteilen zusammengebaut werden. Wir bekamen Einblicke in den Innenausbau, sowie in die Struktur- und Endmontage der A 320-Familie. Auf der Fahrt über das Gelände sahen wir auch das zweistöckige Großraumflugzeug A 380, das in Hamburg endgefertigt und hier an den Kunden ausgeliefert wird. Ein Werksführer stellte die Airbus-Produktionspalette vor, erklärte spezifische technische Details und beantwortete unsere Fragen. Zwischendurch wurden Filme über die Geschichte von Airbus und über die Endmontage gezeigt.

 

Nach der Besichtigung traten wir unseren Heimweg an. Die Fahrt führte uns durch das Alte Land mit den schönen Fachwerkhäusern und an blühenden Obstbaumplantagen vorbei Richtung Ankum.

 

Heimatverein Ankum

Reisegruppe im Alten Land

 

 

Plakat zur Ausstellung im Heimathaus am 21.05.2017

 

Von Alfhausen bis nach Amsterdam und zurück

Die Referentin Marlene Sprute berichtete von einer Hollandgängergeschichte, auf die sie bei der

Erforschung ihrer Vorfahren und der Geschichte ihrer Familie, die aus Alfhausen stammt, gestoßen ist.

Die Geschichte geht schon weit zurück auf die Zeit um 1660, als sich hierzulande die Möglichkeit, auf der Suche nach

Arbeit nach Holland zu gehen, noch ganz in den Anfängen befand. Marlene Sprute schilderte, wie sie mit Unterstützung

der niederländischen Familienforscher gelernt hat, in den Archiven der Stadt Amsterdam zu suchen, altes

Kartenmaterial zu sichten und auf alte Buchzeilen und Zeitungsausschnitte zuzugreifen. Vom Schnapsbrennen in

Amsterdam, einer Bierbrauerei an der Prinsengracht und von einer verwandtschaftlichen Verbindung zu dem bekannten

holländischen Spirituosenhersteller Wynand Fockink war die Rede. Aber auch in den Dienstbüchern der Niederländischen

Ostindienkompanie (VOC) ließen sich Spuren finden. Dem Umstand, dass sich ein Teil der Angehörigen der ausgewanderten

Familie in Amsterdam niedergelassen hat, ein anderer aber nach 16 Jahren wieder nach Alfhausen zurückkehrte, ist es zu

verdanken, dass es überhaupt möglich gewesen ist, die Spur zu dieser längst vergangenen Zeit zu finden. Eine kleine

Anmerkung in einem Alfhauser Kirchenbuch war dazu der Schlüssel.

 

Marlene Sprute im gut besuchten Heimathaus Ankum

 

 

Autokennzeichen war kurioses Fundstück

Fast 500 kleine und große Bürger beteiligten sich kurz vor Ostern an der Müllsammelaktion der Gemeinde Ankum

ANKUM (us) • Eine stattliche Zahl von Helfern hat sich am letzten Wochenende vor Ostern um achtlos weggeworfenen Abfall gekümmert: Fast 500 kleine und große Bürger folgten dem Aufruf zur Müllsammelaktion in Ankum und Umgebung.

Auch die örtlichen Schulen und Kindergärten beteiligten sich rege daran. Fast 100 Kinder des Kommunalen Kindergartens, circa 140 Sprösslinge der St.-Nikolaus-Kindertagesstätte, 120 Schüler der Grundschule und ungefähr 80 Fünftklässler der August-Benninghaus-Oberschule rückten am letzten Schultag mit grünen Müllsäcken und Greifzangen aus, um das aufzusammeln, was häufig Erwachsene ohne zu überlegen in die Landschaft werfen.

Am darauffolgenden Samstagmorgen trafen sich etwa 60 Müllsammler am Bauhof. Mitglieder verschiedener Vereine und Verbände, Bewohner der Bauernschaften sowie Freiwillige aus dem Ort statteten sich mit Warnwesten, Müllsäcken und Greifzangen aus, um daraufhin einen Frühjahrsputz der besonderen Art zu starten. Dabei wurden so manche Flecken von Ankum aufgesucht und von Unrat befreit.

Gegen Mittag wurde der Bauhof dann von einer Traktorkolonne eingenommen, denn mit starken Schleppern wurde der ganze Müll aus der Umgebung zu den parat stehenden Containern gebracht. Während einige Bauernschaften und Gruppen woanders ihren Schlusspunkt der Aktion setzten, folgten viele der Einladung des Heimat- und Verkehrsvereins, der in Zusammenarbeit mit der Gemeinde diese Veranstaltung organisierte. Auf dem Bauhof hatte dann jeder Zeit für einen kleinen Schnack bei leckeren Heißwürstchen und vollmundigem Pils. Die Kleinen wurden mit Süßigkeiten bedacht. Gesprächsthema war natürlich unter anderem das Resultat der Müllsammlung, zwei bis oben hin gefüllte Container. Darin befanden sich nun ein großer LKW-Reifen, zwei altgediente Feuerlöscher, ein Grill und als kuriosester Fund zwei noch angemeldete Autokennzeichen.

Vor allem wurden säckeweise Kleinmüll gefunden, insbesondere Flaschen, Folien und Papier. Dennoch fiel das Fazit der Teilnehmer leicht positiv aus: Dieses Jahr waren die Container etwas leerer als sonst.

Bürgermeister Detert Brummer-Bange ließ es sich nicht nehmen, dem Bauhof einen Besuch abzustatten. Er sowie Ulrich Steffen, der im Auftrag des Heimatvereins bereits zum dritten Mal die Müllsammelaktion leitete, bedankten sich herzlich bei den Teilnehmern und freuten sich über die vielen Bürger, die sich mit vollem Elan für einen sauberen Ort eingesetzt hatten. Am Schluss der Aktion übergab Ulrich Steffen noch kleine Präsente an Mitglieder des Heimatvereins, ohne die so eine Veranstaltung kaum möglich wäre.

Natürlich soll es nächstes Jahr auch wieder eine Müllsammelaktion geben. Sie findet jährlich an dem letzten Wochenende vor Ostern statt. Dafür wünschen sich die Organisatoren dann erneut viele engagierte Ankumer Kinder und Bürger, die sich für ein blitzblankes Heimatdörfchen stark machen wollen.

 



 

Heimatverein Ankum - Beirat Familieforscher

Die Familienforscher des Heimatverein Ankum treffen sich am Samstag,

29.April 2017 um 14 Uhr im Heimathaus Ankum.

Referentin ist Marlene Sprute mit dem Thema: " Von Alfhausen nach Amsterdam und zurück -

Eine Hollandgängergeschichte aus dem 17. Jahrhundert".

Für Kaffee und Kuchen ist gesorgt. Nicht nur Familienforscher, sondern alle Interessierten sind zu diesem Vortrag ganz herzlich eingeladen.