Gutskapelle mit Gruft als Familienbegräbnisstätte in Schlichthorst besucht

Groß war die Resonanz der letzten Veranstaltung des Arbeitskreises der Familienforschung des Nordkreis OS und des Beirates Familienforschung des Heimatvereins Ankum. Ein Besuch der letzten genutzten Gutskapelle des Osnabrücker Landes in der Kirchengemeinde Merzen, die Gutskapelle St. Clemens in Schlichthorst stand auf dem Programm.

Die fachkundige Führung übernahm der Vorsitzende des Heimatvereins Schlichthorst Heinrich Grüter.

 

 Gruppe im Park mit H. Grüter, im Hintergrund die Gutskapelle

Untertitel: Gruppe im Park mit H. Grüter, im Hintergrund die Gutskapelle

Foto: Karl Wanstrath

 

Die Gründung des Gutes Schlichthorst geht auf das Jahr 1528 zurück. Nach mehrmaligem Besitzerwechsel kaufte 1905 Clemens Freiherr von Schorlemer das Gut Schlichthorst, eine von breiten Gräben umgebene Wasserburg, und vergrößerte das Herrenhaus und ließ größere Wirtschaftsgebäude erstellen. Vor dem Herrenhaus und in der Gutskapelle ist das Wappen der Familie von Schorlemer ein rautenförmig, aneinander gereihtes in weiß dargestelltes Quadrat auf rotem Grund immer wieder zu finden

1907 erbaute Clemens Freiherr von Schorlemer eine neue Kapelle im romanischen Stil. Unter der Kapelle befindet sich die gut erhaltene Familiengruft der Familie von Schorlemer. Neben einer historischen Marienstatue sind auch alte Grabplatten und Grabsteine aus den vergangenen Jahrhunderten zu finden.

Das ehemalige Herrenhaus dient seit 1972 als Wohnanlage für Menschen mit seelischen Beeinträchtigungen. Abgerundet wurde diese Veranstaltung mit Kaffe und Kuchen in den Heimatstuben vor Ort.

Es finden keine Treffen in den Monaten Mai, Juni und Juli statt. Das nächste Treffen ist wieder im Heimathaus Ankum am letzten Samstag im August, 31.8. 2019 um 14 Uhr.