Holsten

Holsten

Ortsvertreter: Ralf Gramann, Uwe Schröder

Kontakt: ortsteilvertreter@heimatverein-ankum.de

Beschreibung der Bauerschaft Holsten im Heimat-Heft Ausgabe 2003.

Lage: Die Bauerschaft Holsten liegt nördlich von Ankum

Die Wegegeldhebestelle bei der Gaststätte Dobelmann in Holsten
In Holsten bei der Gaststätte Dobelmann gab es eine Wegegeld Hebestelle

Geschichte:

Holsten ist in der Osnabrücker Urkunde von 1182 ersturkundlich genannt als Holtseten, dann im Güterverzeichnis von 1188 als Holtsaten und im Meßkornregister um 1200 als Holzeten. Es bedeuten Holt = Holz und seten von Sette = Sitz, Siedlung; damit ist Holtseten = Siedlung im Holz.

Die geschichtlichen Überlieferungen beginnen in Holsten wie in Rüssel und Ankum mit den jeweiligen Schultenhöfen. Danach waren diese einst altsächsische Edelingssitze, und auch einige Meyerhöfe gehen mit ihrem Ursprung wahrscheinlich auf die altsächsische Zeit zurück.

Einschließlich des Haupthofes gab es im 12. Jahrhundert hier 6 Höfe. 1722 betrug die Anzahl der Voll- und Halberben 7, die teilweise von dem Haupthofe abgetrennt worden sind.

Die topographische Lage von Holsten mit wechselnden Höhenlagen und leichten Böden war für frühe und vorzeitliche Ansiedlungen sehr geeignet. So befanden und befinden sich auch hier Altertumsdenkmale in Form von Stein- und Hügelgräbern. Die Steingräber (Hünengräber) aus der jüngeren Steinzeit sind inzwischen zerstört, ebenso wie einige Hügelgräber aus der Bronzezeit, aber dennoch sind mehrere Hügelgräber erhalten. Bei der Aufhebung und Zerstörung früherer Gräber wurden Urnen und sonstige Beigaben wie Lanzenspitzen aus Bronze und Äxte gefunden.

Holsten gehörte zum früheren Schulverband Striekel mit Besten, Krewinghausen, Bassum-Sussum, dem Sundern und Eggermühlen. Die Schule in Striekel wird bereits 1708 genannt.

Mit der Gebietsreform von 1972, nach der Bildung der Einheitsgemeinde Ankum mit dem Dorf und den Bauernschaften, wurde die bis dahin selbständige politische Gemeinde Holsten aufgelöst.

Kommentare sind geschlossen.